Neusiedl am See

 

Bereits die Kelten wussten, dass es sich hier leben lässt und brachten die Weinrebe mit. Vor 2000 Jahren ließen sich auch in Neusiedl am See die Römer nieder, so auch der Stadthalter Cocceius Caupianus. Nach bewegten Jahrhunderten als Ort in einem Grenzland nach Osten haben die Neusiedler eine moderne Kleinstadt aus ihrem Dorf gemacht, mit komfortablen Hotels und Ferienwohnungen, einer vielseitigen Gastronomie und mit Freizeiteinrichtungen: Neusiedl am See bietet seinen Gästen die „Ganzjahres-Badegarantie". Sei es im Erlebnis-Hallenbad mit Saunadorf, großzügigen, gepflegten Liegewiesen und einem Riesenrutschenturm mit 2 Wasserrutschen oder im erneuerten Strandbad mit Kinderrutsche und Frischwasser-Erlebnisbecken. Tennisplätze und Tennishalle, Squash, Reitstall und Radwanderwege, Beachvolleyballplätze und Sportschießstätte zeigen, dass jeder Gast sein Urlaubsprogramm gestalten kann.

Das Charakteristikum des Neusiedler Sees, der unserer Stadt ein besonderes Fluidum gibt, ist seine geringe Tiefe von 1 - 2 m bei einer Nord-Süd-Erstreckung von 36 km und einer Breite von
7-14 km. Mit nur 115m über dem Meeresspiegel ist der Neusiedler See die niedrigst gelegene
Fläche Österreichs und stellt den Beginn der Kleinen Ungarischen Tiefebene dar.

Als einziger Steppensee Mitteleuropas ist er auch Heimat von rund 250 Vogelarten, die im Schilfgürtel und den angrenzenden Lacken leben. Etwa die Hälfte von ihnen sind Zugvögel und beleben den Seewinkel vor allem im Frühjahr und Herbst. Auch die Vielfalt der Pflanzen
unterstreicht die Bedeutung des Gebietes am Übergang vom alpinen in den euro-asiatischen
Raum.

Der Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel wurde 1993 gegründet und umfasst auf österreichischer Seite etwa 7.500 ha, auf ungarischer Seite südlich des Neusiedler Sees
etwa 6.500 ha.

Von Neusiedl am See leicht erreichbar sind die Bewahrungszonen Zitzmannsdorfer Wiesen, lllmitz-Hölle sowie Lange Lacke und Umgebung. Als Fahrzeug empfiehlt sich das Fahrrad, weil die meisten Nebenwege für den Autoverkehr gesperrt sind. Die grenzüberschreitende Naturzone „Sandeck - Neudegg" mit ihren 4.000 ha ist von jeder Nutzung ausgenommen, darf also auch nicht betreten werden.

Details über den Nationalpark gibt es unter folgender Adresse: Nationalpark Neusiedler See -Seewinkel, Nationalparkhaus, 7142 Illmitz, Hauswiese, Tel. 02175/3442.

Auch als Klimaregulator ist der See von ausschlaggebender Bedeutung - für den Weinbau, den Obst- und Gemüsebau. Langjährige Messungen weisen für Neusiedl am See im Durchschnitt mehr als 2000 Sonnenstunden aus, vergleichbar mit den Mittelmeerregionen. Der Wasserhaushalt des Sees wird bestritten durch Niederschläge und Verdunstung. Grundwasser und Zuflüsse (Wulka) spielen eine untergeordnete Rolle.

Von der Stadtmitte führt eine Dammstraße mit Radbegleitweg (Anschluss zum Radweg B 10) zum Strandbad.

 

Tourismusverband Neusiedl am See
Stadtgemeinde Neusiedl am See

Stadtgeschichte

 

1209 Erste urkundliche Erwähnung als "Sumbotheil", zu Deutsch "Samstagmarkt"

1241 Vermutlich totale Zerstörung durch die Mongolen.

1282 Nach dem Neuaufbau und der Neubesiedlung erste urkundliche Nennung von "Niusidel".

1427 Die Grafen von St. Georgen und Bösing werden Besitzer der Herrschaft Ungarisch-Altenburg und damit auch Neusiedls.

1439 Königinwitwe Elisabeth auf ihrer Flucht mit Ladislaus Posthumus und Helene Kottanerin übernachtet in Neusiedl auf dem Weg von Ungarisch-Altenburg nach Ödenburg.

1517 Königliches Privilegium zur Verleihung des Marktrechtes

1605 Devastierung des Ortes durch Bocskay-Aufstand.

1645 Schlimmstes Pestjahr mit 544 Toten innerhalb eines Jahres

1683 Im Zuge der 2. Wiener Türkenbelagerung Zerstörung der Kirche und vieler Bürgerhäuser.

1708 Eroberung und Zerstörung des Marktes und des Tabors durch die Kuruzzen. Grausame Hinrichtung von 200 Bürgern und Soldaten, darunter Peter Floridan.

1926 Neusiedl am See erhält das Stadtrecht. Der Neusiedler Rechtsanwalt Karl Amon als geistiger Kopf der Autonomiebewegungen gilt höchstwahrscheinlich als Schöpfer des Namens Burgenland.